Montag, 14. September 2009

Kartöffelchen - Das Lied (Kartöffelchen JAZZED)

Kartöffelchen meinte: "Du, eigentlich wäre doch schön, wenn man mich singen würde!"

"Hm," meinte ich und meinte das auch so.

"Dann," Kartöffelchen meinte das ebenfalls so, wie sie's meinte, "wird jeder erkennen, das Kartoffeln nicht nur ein Gedicht sind, sondern auch ein schönes Lied, und Gedichte werden von Menschen nicht aufgegessen und Lieder auch nicht, oder?"

"Hm," meinte ich wieder. Eigentlich hatte ich nur gehmt, weil ich nicht wusste, wie ich Kartöffelchen erklären sollte, dass die Menschen in Bayern kein Problem damit haben, leuchtenden Auges vor einem Teller mit Schweinsbraten und Kartoffelknödeln zu sitzen und zu sagen, dass der Schweinsbraten mit Schbouzn (Kartoffelknödeln) oder Schdeaz (Kartoffelbrei) ein Gedicht sei - kurz bevor sie alles ratzeputz aufessen, die Eadepfln (Kartoffeln) zuerst ...


"Ach, Kartöffelchen ..."

"Hm?" Sie schaute mich aus ihren winzigen Augen erwartungsvoll an:

"Und?"

"Okay, ..." Wie sollte ich meinem Kartöffelchen diesen Wunsch ausschlagen, wo sie doch ein Gedicht geworden war und ein Gesicht bekommen hatte, gerade so wie solche Dinge, die uns eigentlich egal sind und, kaum, dass wir ihnen einen Namen gegeben haben, nicht mehr egal sind. Als ob einem Namen ein Zauber innewohnt. Oder hast du jemals etwas gegessen, dem du einen Namen gegeben und mit dem du dich unterhalten hast?

Nein?

Siehste ...?

Und so bereiteten wir alles vor, Musik, Arrangement, Bühne, Kartöffelchen machte sich schick - und fertig, Herr Kapellmeister:

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